Alle Artikel mit dem Schlagwort “Wortwahl

Texte mit Gefühl: emotionale Satzzeichen

Kaum eine WhatsApp-Nachricht endet heute mit einem Punkt oder einem Ausrufezeichen: Stets steht am Anfang, am Ende oder einfach mittendrin ein Bildchen, das uns Emotionen des Schreibenden vermittelt. Heute gibt es tausende davon für jeden Geschmack – von einem Einhorn (welche Emotion es wohl rüberbringen soll?) bis zu einem mit Eiszapfen bedeckten Gesicht. Doch tatsächlich verbergen sich ursprünglich auch hinter diesen Grinsegesichtern – Überraschung! – Satzzeichen, die in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet sind und somit ein lächelndes, zwinkerndes oder trauriges Gesicht ergeben. Früher musste man allerdings beim Lesen immer den Kopf nach links neigen …

Von Nadezda Gerdemann

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Der Streit um das Semikolon

Die Griechen benutzen ein Semikolon oft und gerne: In ihrer Sprache fungiert das Symbol nämlich als Fragezeichen. In Deutschland streiten sich aber die Geister über die Verwendung des „Strichpunktes“: Während alle Freunde fester Interpunktionsregeln mit den Augen rollen, plädieren viele Autoren für die Nutzung des Semikolons als Stilmittel. Das erste Semikolon entstand mit dem Buchdruck: Es wurde vom venezianischen Drucker Aldus Manutius d. Ä. erstmals in seinen Veröffentlichungen gedruckt – und das recht viel. Danach ging es allerdings bergab.

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Vom Satzteil zum Satzzeichen: die Degradierung des Kommas

Keiner mag es. Dabei wären wir ohne es aufgeschmissen. Und dabei ist es heute nur noch ein Schatten seiner selbst: verstümmelt in Physiognomie und inhaltlicher Bedeutung. Als das Wort „Komma“ in Griechenland entstand, bezeichnete es noch einen gesamten Satzteil – analog zum „Kolon“ für Satz. Erst zu Beginn der Neuzeit wurde mit dem Wort „Komma“ nur noch das eigentliche Satzzeichen benannt.

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Content Marketing: Die bessere Werbung?

„Content Marketing“ ist für Unternehmen enorm wichtig, denn es erhöht die Reichweite und steigert das Vertrauen, ohne Kunden mit nerviger Werbung zu belasten.

Beim Content-Marketing handelt es sich nicht um explizit werbliche Botschaften nach dem Motto: „Kauft bei uns ein, denn unsere Ware ist die beste!“ Unter Content-Marketing versteht man das Erstellen von relevanten und einzigartigen Inhalten, die einen bestimmten informativen Nutzen für die Zielgruppe haben. Konkret gesprochen also, gehören zum Content-Marketing u. a.:

  • Blogbeiträge
  • Online-Ratgeber
  • White-Paper – sachliche Informationszusammenstellung, die keine werblichen Inhalte enthält
  • Infografiken
  • zielgruppengerecht aufbereitete Studien
  • Advertorials – journalistisch anmutende PR-Beiträge
  • Do-it-yourself-Tutorials zu bestimmten Produkten
  • Testberichte

Von Nadezda Gerdemann

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Die Homepage – das virtuelle Ladengeschäft

Warum die Tonalität ebenso wichtig ist wie Bildsprache und Grafik

In welchem Laden befinden Sie sich jeweils, wenn Sie folgende Begrüßung hören:

  • „Guten Tag, mein Herr. Wie kann ich Ihnen behilflich sein?“
  • „Moin, Alter! Was willst’n heute?
  • „Hallo Süßer … na, womit kann ich dich glücklich machen?“

Auf jeden Fall nicht jedes Mal in ein und demselben. Wenige Worte – schon haben Sie einen Eindruck von dem Unternehmen, mit dem Sie zu tun haben. Und das gilt auch für Ihre Homepage. Weiterlesen

Der Angler will Werbesprech – der Fisch könnte kotzen

Warum wir oft gezwungen sind, Müll zu produzieren

Eine Pflegeschule beauftragt eine Landingpage, um junge Menschen für die Ausbildung zur Pflegekraft zu gewinnen. Die Zielgruppe umfasst Schulabgänger zwischen 16 und 19 Jahren, mediengewohnt, WhatsApp- und Instagram-geprägt. Die Agentur entscheidet sich für das Konzept des Onepagers mit großen Fotos und jungen Erwachsenen darauf und wenigen Textblöcken. Das hätte richtig gut werden können. Wenn der Kunde nicht wäre.

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