Alle Artikel mit dem Schlagwort “Wortwahl

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Bei Anglizismen prüfen: Wer versteht’s?

Ich verteufle Anglizismen nicht – immerhin beschert uns die englische Sprache so schöne Wörter wie Flirt oder Flop, ohne die wir schwer auskämen: Sie füllen Begriffslücken unserer eigenen Sprache.

Deswegen sehe ich auch den Gebrauch von SMS, Twitter und Tablet-PC nicht so kritisch, wie der deutsche Rechtschreibrat. Doch in einer Hinsicht teile ich seine Meinung: Was wir anderen schreiben, muss für diese anderen leicht zu verstehen sein. Deswegen sollten wir nur Abkürzungen verwenden, die unser Zielleser auch versteht – wer zu kurz schreibt, kann missverstanden werden. Oder gar nicht. Weiterlesen

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Stärker schreiben – vier Tipps

Immer wieder begegnen mir Werbematerialien, die langweilig und nichtssagend sind: Sie reihen Allgemeinplatz an Phrase und Werbe-Slang an Superlativ. Manchmal sind sie Ausdruck einer Gedankenlosigkeit des dahinterstehenden Unternehmens, manchmal aber können die Verantwortlichen ihre Gedanken auch einfach nicht in Text übertragen. Sprache kann kraftvoll sein – mit den richtigen Wörtern und Sätzen. Weiterlesen

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Kindern auf den Mund geschaut

Wie ungenau wir manchmal Dinge bezeichnen, zeigt sich, sobald wir mit Menschen umgehen, die in unserer Sprache noch nicht so zuhause sind wie wir – zwei Beispiele: Als ich einmal meinen argentinischen Kollegen fragte, ob er wisse, wo es langgehe, sagte er: „Nein, aber ich weiß, wo es kurzgeht.“ Zunächst verdutzt erklärte ich ihm, dass es eigentlich „entlanggehen“ heiße. „Ach so“, sagte er, „ich dachte, in Deutschland sei es normal, extra Umwege zu machen.“ Weiterlesen

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Strafgebühren fürs Phrasendreschen

Wat de Bur nich kennt, dat fret he nich. Wenn Sport, dann Rennsport. Einmal ist keinmal.

Diese und andere nichtssagende Sätze kommen bei den Schichtarbeitern einer münsterländischen Chemiefirma häufiger innerhalb einer Schicht vor – besonders nachts, wenn die sprachliche Eloquenz der biorhythmus-bestimmten Müdigkeit weicht. Weiterlesen

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Hilfsverben: Wo wir uns ohne sie behelfen sollten

Hilfsverben sind Verben, die nicht für sich allein stehen können, sondern andere Verben unterstützen. In folgenden Fällen benötigen wir Hilfsverben:

  • bei der Bildung von Zeiten:
    Ich werde morgen einen wichtigen Kunden treffen. (Hilfsverb sein)
    Gestern haben wir ein tolles Projekt abgeschlossen. (Hilfsverb haben)
  • bei der Bildung von Passivsätzen:
    Die Veranstaltung wird stringent  moderiert. (Hilfsverb sein)
  • bei der Bildung von Modi:
    Sie müssen heute eine Stunde länger arbeiten! (Hilfsverb müssen)
    Wir sollen heute noch fertig werden … (Hilfsverb sollen)
    Ich darf heute früher gehen, juhu! (Hilfsverb dürfen)
    Kannst du mir bei dem Entwurf helfen? (Hilfsverb können)
    Ich an deiner Stelle würde ihm das nicht sagen … (Hilfsverb werden)

Oft genug jedoch setzen wir Hilfsverben in Sätzen ein, die ohne sie besser dran wären: stärker, direkter und aussagekräftiger. Weiterlesen

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Trauer, Tod und Text

Herzliches Beileid oder herzliche Anteilnahme, steht auf den vorgedruckten Trauerkarten. Oder: Tiefes Mitgefühl. Floskeln, die keinen Trauernden aufrichten. Und dann immer die Frage: Was schreibt man auf die leeren, weißen Seiten im Innern der Karte? Trauerkarten kommen auch immer mal wieder im Geschäftsalltag vor – für die Angehörigen von (ehemaligen) Mitarbeitern, Geschäftspartnern oder treuen Kunden. Weiterlesen