Nur bewegt oder auch bewegend?

Warum guten Filmen ein Konzept zugrunde liegt

Für Videos kann man eine Menge Geld ausgeben – das sollte man sicher sein, dass der fertige Film sein Ziel erreicht. Schöne Bilder sind eine Sache, aber um eine Botschaft zu transportieren, braucht es mehr. Denn bewegte Bilder sind nicht automatisch bewegend – weder emotional noch zum Kauf. Wir zeigen Ihnen drei Konzept-Beispiele aus unserem Arbeitsalltag.

1. Recruitingfilm

Das Bauunternehmen Becker aus Meppen hat sein Recruiting mit der Kampagne auf ganz neue Füße gestellt – das Zugpferd der Kampagne sollte ein Recruitingvideo werden. Nun stellte sich die Frage, wie man den bereits gesetzten roten Faden „Born to be Becker“ filmisch umsetzt.

Becker baut vor allem Brücken – und das sind schon die interessanteren Projekte für Stahlbetonbauer, an die sich der Film richtet. Stahlbetonbauer, das sind die harten (meist) Jungs: Wetter, körperliche Arbeit, Zeitdruck, Höhe – alles kein Problem für sie. Der Film sollte den Coolness-Faktor des Jobs transportieren. Die Frage war also: Wie schaffen wir es, dass die Zielgruppe Becker als einen Arbeitgeber wahrnimmt, der Wow-Projekte bietet, auf die man als Mitarbeiter stolz sein kann?

Zusammen mit Eilinghoff + Team sowie VSS Werbefilm haben wir das Konzept und den Off-Text erstellt und umgesetzt – bewerten Sie selbst, ob uns die Aufgabe gelungen ist:

2. Imagefilm

Ein Gefühl für das Unternehmen bekommen – das soll ein klassischer Imagefilm leisten. In der Regel enthält er wenige Infos und vereinnahmt über eindrucksvolle Bilder und tongewaltige Musik. Als das Projekt von NGR aus Rheine in Zusammenarbeit mit newfilm pictures in diesem Stadium bereits angelangt war, wurden wir ins Bott geholt und texteten den Off-Text. Anschließend meldete der Geschäftsführer zurück, dass ihm der Film jetzt selbst noch viel mehr sage und er richtig begeistert sei. Unser Tipp: Gucken Sie den Film erst ohne Ton – dann mit Text. Springt der Funke über?

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3. Werbespot

Text und Konzept vor dem Dreh – nur in sehr viel kürzerem Umfang – haben wir außerdem für einen Kinospot für simply4you entworfen, nachdem die Produktionsfirma den ungefähren Bildinhalt festgelegt hatte.

4. Produktfilme

Im Unterschied zum Imagefilm dient der Produktfilm der Information des Nutzers: Er bekommt etwas gezeigt und erklärt, sodass er anschließend überzeugt ist von dem Produkt und sich zutraut, es zu handhaben. Dass nebenher Image transportiert wird, lässt sich natürlich nicht vermeiden. Wichtiger jedoch ist die klare Struktur des Films und die eingängige Formulierung des Sprechertextes. Dafür waren wir verantwortlich, als die Privatmolkerei Naarmann ihre Produktfilme in Zusammenarbeit mit Eilinghoff + Team sowie B-Productive entwickelte:

(Wir hoffen, dass die Filme bald öfffentlich verfügbar sind.)

Die vier Beispiele zeigen: Je nach Funktion und Art des Films braucht es ein strukturiertes Konzept, auf dem der Film aufbaut. Je eher Sie uns für Ihren Film mit ins Team holen, desto höher steht die Chance, dass dem Konzept eine bestechende Idee zugrunde liegt.