Das aufdringlichste aller Satzzeichen

Viele Satzzeichen lassen dem Leser oder auch dem Schreiber viel Spielraum: Semikola und Kommata schreien quasi nach einer Fortsetzung des Satzes; das Fragezeichen fordert stets eine Antwort; und sogar der Punkt – auch wenn dieser einen Satz beendet – sorgt lediglich für eine Gedankenpause und lässt die Möglichkeit zu, einen weiteren Satz anzuschließen. Nicht aber das Ausrufezeichen!

Von Nadezda Gerdemann

Weiterlesen

Unternehmensfilm: Im Formatdschungel das Ziel im Auge behalten

Vor einigen Jahren war ein Unternehmensfilm eine vollkommen neue Erscheinung: Dementsprechend sahen die Businessfilme auch anders als die heutigen aus. Nicht ungewöhnlich war es, wenn das Video fast zehn Minuten lang war und die komplette Unternehmensgeschichte erzählte – heute kann man sich kaum vorstellen, dass sich der Kunde den Clip von Anfang bis Ende angesehen hat.

Von Nadezda Gerdemann

Weiterlesen

Interro… was? Ein Satzzeichen aus der Neuzeit

Haben Sie andere Artikel aus unserer „Satzzeichen-Reihe“ gelesen, wissen Sie, dass die meisten Satzzeichen, z. B. das Semikolon oder das Komma, bereits in der Antike entstanden sind. Es gibt allerdings ein Satzzeichen, das sehr viel später erfunden wurde, nämlich im 20. Jahrhundert: das Interrobang – ‽ Von diesem Satzzeichen haben wahrscheinlich die wenigsten gehört: Kein Wunder, denn das Symbol wird in der deutschen Schriftsprache gar nicht mehr verwendet. Das Zeichen vereint ein Ausrufe- und ein Fragezeichen und dient dazu, eine Frage mit Nachdruck zu stellen.

Von Nadezda Gerdemann

Weiterlesen

Der Grund, warum dieses Praktikum mal was ganz anderes ist

Wer kennt es nicht? Mal wieder steht ein Pflicht-Schul-/Unipraktikum an und man ist aufs Neue hochmotiviert einen Praktikumsplatz zu finden. Die Freude ist riesig, vier Wochen lang super spannende Aufgaben zu übernehmen, wie Kaffee holen oder Papier zerschreddern und einfach daneben sitzen und zuhören. – Nicht!

Ich glaube dieses Szenario kommt den meisten bekannt vor, auch wenn das ein oder andere Praktikum schon ein paar Jahre her sein mag. Solche Arten von Praktika waren die, die mich zu Tode gelangweilt haben. Ich wollte doch so gerne spannende Aufgaben und neue Dinge lernen. Ich wollte nicht nur zusehen, wie andere diese Aufgaben bewältigen.

Von Lena Kastner
Weiterlesen

Texte mit Gefühl: emotionale Satzzeichen

Kaum eine WhatsApp-Nachricht endet heute mit einem Punkt oder einem Ausrufezeichen: Stets steht am Anfang, am Ende oder einfach mittendrin ein Bildchen, das uns Emotionen des Schreibenden vermittelt. Heute gibt es tausende davon für jeden Geschmack – von einem Einhorn (welche Emotion es wohl rüberbringen soll?) bis zu einem mit Eiszapfen bedeckten Gesicht. Doch tatsächlich verbergen sich ursprünglich auch hinter diesen Grinsegesichtern – Überraschung! – Satzzeichen, die in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet sind und somit ein lächelndes, zwinkerndes oder trauriges Gesicht ergeben. Früher musste man allerdings beim Lesen immer den Kopf nach links neigen …

Von Nadezda Gerdemann

Weiterlesen

Der Streit um das Semikolon

Die Griechen benutzen ein Semikolon oft und gerne: In ihrer Sprache fungiert das Symbol nämlich als Fragezeichen. In Deutschland streiten sich aber die Geister über die Verwendung des „Strichpunktes“: Während alle Freunde fester Interpunktionsregeln mit den Augen rollen, plädieren viele Autoren für die Nutzung des Semikolons als Stilmittel. Das erste Semikolon entstand mit dem Buchdruck: Es wurde vom venezianischen Drucker Aldus Manutius d. Ä. erstmals in seinen Veröffentlichungen gedruckt – und das recht viel. Danach ging es allerdings bergab.

Weiterlesen

Vom Satzteil zum Satzzeichen: die Degradierung des Kommas

Keiner mag es. Dabei wären wir ohne es aufgeschmissen. Und dabei ist es heute nur noch ein Schatten seiner selbst: verstümmelt in Physiognomie und inhaltlicher Bedeutung. Als das Wort „Komma“ in Griechenland entstand, bezeichnete es noch einen gesamten Satzteil – analog zum „Kolon“ für Satz. Erst zu Beginn der Neuzeit wurde mit dem Wort „Komma“ nur noch das eigentliche Satzzeichen benannt.

Weiterlesen

WASUNSDASLESENEINFACHERGEMACHTHAT

WUSSTETIHRDASSESFRÜHERGARKEINESATZZEICHENGESCHWEIGEDENNLESEZEICHEN
GABSOSAHEINTEXTIMMITTELALTERAUSBis irgendwann Groß- und Kleinbuchstaben und später auch Satzzeichen in Gebrauch kamen. An diesem Beispiel merkt man schnell: Satzzeichen erleichtern uns das Lesen, sorgen für Strukturierung eines Textes und den entsprechenden Sprech- sowie den Atemrhythmus.

Weiterlesen