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Smileys in der Geschäftskommunikation?

🙂 Satzzeichen mit Bedeutung

Jeder kennt ihn mittlerweile – den Smiley. Zwei Punkte, ein Strich und eine Klammer: Schon ist das kleine Gesicht fertig. In der Zeit der digitalen Kommunikation werden solche Bildchen massenweise verschickt. Aber ist der Smiley schon so selbstverständlich geworden, dass er auch in geschäftlichen E-Mails verwendet werden kann?

Von Nadezda Gerdemann

„Kommen Sie gleich in mein Büro :-)“ – kommt nur bei engen Freunden an

Ein Text wirkt oft trocken und schroff. Gerade wenn es z. B. darum geht, eine sachliche Kritik auszuüben. Mit ein paar Smileys kann man eine öde E-Mail doch sicherlich etwas auflockern, oder?

„Nein!“, sagen die Experten. Zumindest nicht bei den Kollegen oder den Kunden, mit denen Sie keine besonders lange Beziehung pflegen oder die man gar nicht persönlich kennt.
Besonders schlecht kommen die Smileys bei Ihrem Chef an. Oft schließt er von Ihrer Kommunikation mit ihm auf die Kommunikation mit Ihren Kunden. Und diese muss professionell und kompetent sein!

Smileys vs. Kompetenz

Eine Studie (kostenpflichtig) zeigt, dass Smileys in geschäftlicher Kommunikation oft inkompetent wirken. Den Probanden wurden E-Mails vorgelegt: einige mit und einige ohne die Strichgesichter. Die Befragten fanden die Nachrichten mit Smileys nicht wärmer oder freundlicher. Auf die Kompetenz des Absenders hatten die Smileys dagegen einen negativen Einfluss.

Alexas_Fotos

Geschäftskommunikation geht auch ohne Smileys!

Was können Sie nun aber tun, damit Ihre Geschäftskommunikation auch ohne Grinsgesichter nicht trocken oder schroff wirkt?

  • Arbeiten Sie an Ihrer Sprache. Sie werden sich wundern, was Sie durch Verwendung von z. B. Synonymen erreichen können!
  • Versetzen Sie sich in den Empfänger der Nachricht. Würden Sie den Inhalt der Nachricht genauso verstehen, wenn Sie der Empfänger wären? Was auf den ersten Blick schroff wirkt, kommt bei Ihrem Gegenüber oft als eine ganz normale sachliche Aussage an.
  • Befolgen Sie die Regeln! Jeder Beruf hat seine – so unterscheidet sich z. B. das sogenannte Beamtendeutsch von der lockeren Sprache der Kommunikationsagenturen. Ein Versicherungsbrief, der trocken und sachlich geschrieben ist, wirkt nicht unfreundlich. Er wirkt kompetent.

Unser Fazit – Smileys nur bei Freunden oder eng befreundeten Kollegen verwenden. Am sichersten ist es, die Strichgesichter gänzlich aus Ihrer Geschäftskommunikation zu verbannen. 😉

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