Positiv kommunizieren in der Krise

Corona-Home-Office führt zum Revival der E-Mail

Die Corona-Krise hat uns fest im Griff. Gerade in dieser schwierigen Zeit ist es für Unternehmen sehr wichtig, richtig zu kommunizieren. Durch positive Kommunikation können Sie die Motivation Ihrer Mitarbeiter steigern und Ihr Unternehmen als zukunftsorientiertes und beständiges positionieren.

Von Nadezda Gerdemann

Da die meisten gerade im Home Office arbeiten, wird die Kommunikation oft auf E-Mails oder Messenger beschränkt. Man kann ja letztendlich nicht immer per Video-Konferenz erreichbar sein … Da die zwischenmenschliche Komponente durch diese reduzierte Kommunikationsform stark eingeschränkt ist, kommen hier ein paar Tipps, wie Sie Aufwand beim Mailen sparen und dennoch Ihre Mitarbeiter motivieren.

E-Mails richtig schreiben

E-Mails können richtige Zeitfresser sein. Gerade im Home Office besteht schnell die Gefahr, sich in unzähligen Nachrichten zu verlieren. Zeit zum Arbeiten, abgeschlossene Projekte – Fehlanzeige. Deswegen gilt für Ihre E-Mails ab sofort:

  • Kurze und knappe Formulierungen: Schreiben Sie nur das, was wirklich wichtig ist. Private Themen können Sie z. B. nach dem Feierabend am Telefon besprechen.
  • Schreiben Sie nur dann, wenn es wirklich notwendig ist: Kurze Nachfragen können Sie viel schneller am Telefon klären.
  • Wählen Sie einen aussagekräftigen Betreff: So weiß der Empfänger sofort, ob die E-Mail dringend gelesen und beantwortet werden muss, oder ob das noch Zeit hat.
  • Formulieren Sie Ihre E-Mails positiv! Schreiben Sie nicht, was jemand nicht tun soll, sondern was Sie sich von ihm wünschen.
  • Bleiben Sie freundlich: Ein „Danke“ nach einer Bitte, ein individueller Gruß, eine Nachfrage am Anfang des Tages, wie es dem Mitarbeiter oder seiner Familie geht, wirken Wunder.

Realität schaffen

Denken Sie daran: Sprache schafft Realität! Mit richtigen Worten schaffen auch Sie die Realität, die Sie sich wünschen. Wiederholen Sie nicht die Zustände, die gerade „real“ sind. Denn dadurch werden sie sich manifestieren und es entsteht ein Teufelskreis. Rechtfertigen Sie sich nicht für derzeitige Zustände. Anstatt zu schreiben „Im Moment ist die Auftragslage schlecht, deswegen sollten wir uns um neue Aufträge kümmern“ formulieren Sie den Satz wie folgt:

„Wir akquirieren jetzt neue Aufträge und verbessern unsere Auftragslage.“

Merken Sie den Unterschied? So steigern Sie die Motivation Ihrer Mitarbeiter und stimmen sie zuversichtlich.

Überzeugen Sie durch optimistischen Formulierungen

Ähnlich verhält es sich mit optimistischen Aussagen und Formulierungen: Was bringt es Ihnen, die derzeitige Situation negativ zu betrachten? Denken Sie daran, dass durch diese Krise durchaus neue Möglichkeiten und Chancen für Ihr Unternehmen entstehen. Also nichts mit „könnte“ oder „würde“: Sie können das, und Sie machen das! Optimistische Formulierungen führen zu optimistischen Gedanken. Optimistische Gedanken lösen Blockaden im Kopf, die durch Sorgen verursacht werden, und führen Ihr Unternehmen zuverlässig aus der Krise.

Kommunikation aufrechterhalten

Das gleiche gilt auch für Ihre Kommunikation nach außen. Auch wenn mancher Unternehmer gerade vor einem leeren E-Mail-Postfach sitzt: Denken Sie optimistisch! Die Auftragslage ist schlecht? Nun haben Sie Zeit, um sich mit Ihrem Eigenmarketing zu beschäftigen. Im Arbeitsalltag kommt das oft zu kurz. Nutzen Sie diese Krise, um Beziehungen zu Ihren langjährigen Kunden aufzufrischen und neue Kontakte zu knüpfen. Machen Sie Ihr Unternehmen sichtbar. Vielleicht kommt ja der eine oder andere spannende Auftrag auf Sie zu?

Kommunikation mit Blick in die Zukunft

Die Unsicherheit macht sowohl Unternehmern als auch den Mitarbeitern zu schaffen. Machen Sie sich bereits jetzt Gedanken darüber, wie es nach der Krise weitergeht. Konzentrieren Sie sich auf positive Aspekte und kommunizieren Sie diese. Dadurch motivieren Sie Ihre Mitarbeiter und positionieren sich als zukunftsorientiertes Unternehmen nach außen.

Mit positiver Kommunikation durch die Krise

Kommunikation funktioniert ähnlich wie Glaubenssätze: Das was Sie glauben, wird eintreffen. Genauso wie das, was Sie kommunizieren. Daher gilt im beruflichen wie im privaten Leben: Weg mit der Negativität!

Was möchten Sie aus der Krise mitnehmen?

Wie bitte?! Ja, genau! Durch veränderte Arbeitsprozesse, Routinestopp und Ideenbedarf haben sich sicherlich auch bei Ihnen Entwicklungen gezeigt, die Sie auch nach der Krise nutzen können und wollen. Schreiben Sie sie auf – jetzt! Denn wenn alle Hamsterräder wieder anlaufen, fallen Sie schneller in alte Gewohnheiten zurück, als Ihnen lieb ist.