Kommentare 0

Netzwerken ist wie ein Sparkonto

Von Carsten Maschmeyer kann mal halten, was man will – über das Netzwerken unter Unternehmern hat er einmal in der ZEIT etwas sehr Richtiges gesagt:

„Networking ist ein Sparkonto, auf das man zunächst viel einzahlen muss, um später davon abheben zu können. Manche Leute sind so naiv und glauben, sie gingen zu einem Empfang, lernten gezielt jemanden kennen, um morgen mit ihm ein Geschäft zu machen. Das ist so plump wie unrealistisch. Sie müssen dem anderen sympathisch sein. Vertrauen bildet sich nur über die Zeit auf Basis positiver Erfahrungen und Verlässlichkeit. Und dann ist es völlig normal, wenn Sie in drei Jahren Beispiel sagen: Du bist doch in Indien tätig, kannst du mir da mal einen Kontakt machen?“

Kunden gewinnen durch Netzwerken

ui!-Logo

In diesen wenigen Sätzen stecken im Prinzip alle Grundsätze guten Netzwerkens, wie es auch die Unternehmer Initiative ui! Rheine praktiziert, die ich zusammen mit Nina Eckhardt 2012 gegründet habe:

  • Netzwerken braucht Zeit, es ist eine langfristige Investition.
  • Netzwerken erfordert Einsatz – zunächst oft ohne spürbaren Nutzen.
  • Beim Netzwerken sollte man offen für jeden sein – welchen Wert der Kontakt haben kann, lässt sich oft anfangs nicht einschätzen.
  • Netzwerken funktioniert auf zwischenmenschlicher Ebene: Mit sympathischen Menschen mache ich gern Geschäfte.
  • Ein Netzwerk braucht Pflege, regelmäßig und dauerhaft.
  • Beim Netzwerken lernen wir nicht unbedingt unsere Kunden kennen, sondern Menschen, die uns mit unseren Kunden bekannt machen können.
  • Vernetzte Unternehmer empfehlen einander gern – denn sie haben über die Zeit Vertrauen ineinander entwickelt.

Netzwerke tragen durch anstrengende Zeiten

Wie stark ein Netzwerk sein kann, habe ich persönlich durch die Geburt unserer Tochter erfahren: Auch wenn ich bis auf wenige Tage und Wochen rund um den Geburtstermin weiterhin gearbeitet habe, konnte ich mich nicht mehr so einbringen wie zuvor – aus Zeit- oder Termingründen. Auch die Netzwerkpflege litt sehr darunter. Dennoch versorgte mich mein Netzwerk über die ersten anstrengenden Jahre weiterhin mit ausreichend Aufträgen und hielt es aus, dass ich zeitweise fast unsichtbar wurde. Dafür bin ich sehr dankbar!

Wer Netzwerken von seiner schönsten Seite kennenlernen will, der ist herzlich eingeladen zum nächsten ui!-Treffen – die Termine finden Sie unter www.ui-rheine.de. Einen Nachbricht zum letzten großen ui!-Treffen mit 65 Teilnehmern finden Sie hier.

Schreibe eine Antwort